Gegenwelten Ausstellungen

GEGENWELTEN AUSSTELLUNGEN

Gegenwelten wird veranstaltet von der Stiftung Universität Hildesheim und der Universität Innsbruck.
Kooperationspartner sind das Schloss Ambras, Innsbruck und das Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim.

In Kooperation mit:

In den Ausstellungen werden verschiedene Gegenwelten anhand künstlerischer und kultureller Gegenstände thematisiert und inszeniert. Die Ausstellungen gehen eine vielschichtige und spannungsreiche Beziehung ein, um unser Verständnis vom Umgang und den Repräsentationsformen von Gegenwelten zu erweitern und neue methodische Ansätze aufzeigen zu können.

 

Gegenwelten Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Schloss Ambras, Innsbruck
http://www.schlossambras-innsbruck.at/
Ausstellungsdauer
27.09. – 01.11.2013
Eröffnung: Donnerstag, 26.09.2013, 18h00

Gegenwelten im Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim
http://www.rpmuseum.de/Gegenwelten
Ausstellungsdauer
16.11.2013 – 23.03.2014.
Eröffnung: Sonntag, 20.10.2013

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

AUSSTELLUNG HILDESHEIM

Gegenwelten: Die unsichtbare Seite der Dinge

 
Ausstellung Roemer- und Pelizaeus-Musem / Hildesheim
Ausstellungsdauer
16.11.2013 – 15.06.2014.

zum Download des Begleitheftes zur Ausstellung klicken Sie bitte hier


 
Museen können nur einen kleinen Teil ihrer Sammlungen in Ausstellungen präsentie¬ren und zugänglich machen. Hier zeigen sich Objekte dann auf Sockeln und in Vitrinen, schön beleuchtet und aufwendig in Szene gesetzt. Sorgfältig ausgewählte Zusammenstellungen lassen komplexe Themen lebendig werden und Texttafeln, Grafiken und Fotografien geben Aus¬kunft über die frühere Verwendung und heutige Bedeutung unterschiedlichster Gegenstände und Kunstobjekte.

Doch wohin wandern die Dinge nach dem Ende einer Ausstellung? Und wo lagern jene Samm¬lungen, die noch nie den Weg in eine Museumspräsentation gefunden haben? Die Ausstellung »Gegenwelten« richtet den Blick auf diesen verborgenen Ort, seine Vielfalt und seine Regeln – das Depot.

Das Depot ist gewissermaßen das Herz eines Museums und es bildet zugleich eine »Gegenwelt« zu Ausstellungen, Inszenierungen und erklärenden Präsentationen. In seinen Regalen liegen Dinge aus weit voneinander entfernten Weltgegenden kommentarlos nebeneinander, unerklärt steht das afrikanische Maskengewand neben dem Musikinstrument aus der Südsee und nur we¬nige Schritte trennen chinesische Porzellane von Harpunen aus Alaska. Besondere Ordnungskri¬terien ermöglichen einen zweckmäßigen Umgang mit den Objekten innerhalb des Museums. Die Dinge scheinen auf Sammlungsnamen, Inventarnummern und Standortbezeichnungen reduziert zu sein, und doch treten sie dem Betrachter in schier unendlicher Verschiedenheit entgegen.

Die Ausstellung »Gegenwelten« schaut in das Depot, aber auch über das Depot hinaus. Wie gelangten indonesische Textilien, nordamerikanische Tomahawks oder filigraner Federschmuck aus Mikronesien in das Hildesheimer Museum? Wer waren die Personen, die eigene Sammlungen anlegten oder Dinge für das Museum erworben haben? Und wissen wir, wer die ursprünglichen Eigentümer der im Depot gelagerten Objekte waren und was die Dinge ihnen bedeuteten?

Auf ihren unterschiedlichen Wegen ins Museum verändern sich die Dinge. Werkzeuge, Masken und Instrumente werden nun nicht mehr benutzt, getanzt oder gespielt. Sie werden zu Museums-objekten, deren Handhabung strengen Regeln unterliegt. »Gegenwelten« verfolgt diese Verände-rungen und zeichnet in verschiedenen Stationen die Objektreisen nach.

Das Museum wird in der Ausstellung selbst zum Thema. Aber die Dinge aus aller Welt führen den Besuchern auch fremde Kulturen und vergangene Zeiten vor Augen. So bietet die Ausstel-lung nicht nur einen Zugang zu ungewöhnlichen ästhetischen Erfahrungen, sie lädt die Besucher auch auf eine Entdeckungsreise in eigene und fremde Erfahrungswelten ein.

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

AUSSTELLUNG INNSBRUCK

Gegenwelten, Kunsthistorisches Museum Schloss Ambras, Innsbruck
Ausstellungsdauer
27.09. – 01.11.2013

Eröffnung am Donnerstag, 26.09.2013, 18 Uhr
 

Schloss Ambras ist ein herausragendes Beispiel für den Umgang mit Gegenwelten zur Zeit der Renaissance und des Manierismus. Die von Erzherzog Ferdinand II als museales Ensemble angelegte Rüstkammer, Kunst- und Wunderkammer und Bibliothek ist Ausdruck der Idee, die Welt in ihrer Gesamtheit darzustellen. Kunst, Natur und Wissenschaft werden hier in einem universalen Zusammenhang gesetzt. Der Blick in andere Welten geschieht mit dem Verständnis, das diese Gegenwelten – seien sie durch Exotika, Mirabilien oder Scientifica (Kunst und Wunderkammer) Kriegszeug (Rüstkammer) oder Schriften (Bibliothek) repräsentiert – Teile einer Gesamtwelt sind. Auch scheinbare Pole wie Wasser und Erde, Krieg und Muße, Wunder und Technik sind ineinander verflochten, wenn sie einander nicht gar bedingen. Statt Vollendung und Geschlossenheit herrscht hier die Idee der Offenheit und das Interesse an Grenzüberschreitungen vor. Die Sammlungen von Schloss Ambras, insbesondere die Kunst- und Wunderkammer, reflektieren auf außergewöhnliche Weise den Umgang mit Gegenwelten. Uns dient diese Sammlung als Ausgangspunkt, Wissensfundus und Bezugsrahmen. Zudem soll ein direkter Konnex zu den parallel gezeigten Ausstellungen hergestellt werden.

Gegenwelten – Künstlerische Seismographie
In der Ausstellung „Gegenwelten – Künstlerische Seismographie“ werden etwa 35 aktuelle künstlerische Positionen das Thema Gegenwelten aus der heutigen Situation und Perspektive heraus entwickeln, kommentieren oder befragen. Der Großteil der Arbeiten wird in den Sonderausstellungsräumen des Hochschlosses von Schloss Ambras gezeigt. Einige Arbeiten werden vor Ort entstehen und auf die spezifische Situation von Schloss Ambras direkt Bezug nehmen, einen Dialog mit Sammlungsobjekten führen oder eine räumliche Situation thematisieren: z.B. in der Kunst- und Wunderkammer, der Portraitgalerie, der Bacchusgrotte, dem Badehaus und dem Innenhof des Hochschlosses.

Gegenwelten – Archiv
Das Gegenwelten – Archiv setzt seinen Fokus auf das 19. und 20. Jahrhundert. Hier möchten wir Personen und Ereignissen Raum geben, die Gegenwelten entworfen, erforscht, entdeckt, proklamiert, in ihnen gelebt oder Menschen in Gegenwelten festgesetzt haben. Gezeigt werden markante Objekte die eine Geisteshaltung widerspiegeln, ein gesellschaftliches oder politisches Ereignis dokumentieren oder einen Wandel im Denken oder Handeln einer Gesellschaft markieren.

Führungen der Studentengruppe des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck: 29.9., 3.10., 6.10., 10.10., 13.10., 17.10., 20.10., 24.10., 27.10. und 31.10.2013, jew. 14:00 Uhr
Lange Nacht der Museen, 5.10.2013, Führungen um 20.00 und 22.00 Uhr
Sindbadspiel mit Dr. Rittinger: 3.10., 10.10., 17.10., 24.10. und 31.10.2013, jeweils 15:30 Uhr
Schulprogramm nach Vereinbarung (Anna.Fliri@student.uibk.ac.at)
zum Download des Begleitheftes zur Ausstellung klicken Sie bitte hier

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _